Montessori Zentrum ANGELL

190228 Kerstin Andreae RedHandDay

Freiburger Bundestagsabgeordnete nahm rote Handabdrücke von Schülerinnen und Schülern entgegen.

Anlässlich des „Red Hand Days", des internationalen Tags gegen den Einsatz von Kindersoldaten, der jährlich am 12. Februar weltweit begangen wird, hatte die UNICEF-AG des Montessori Zentrum ANGELL hunderte von roten Handabdrücken gesammelt, die an die Freiburger Bundestagsabgeordnete der Grünen, Kerstin Andreae, übergeben wurden.

Andreae, selbst dreifache Mutter, nahm bei ihrem Besuch aber nicht nur die Handabdrücke entgegen, sondern nahm sich davor eine ganze Schulstunde Zeit, um mit Schülerinnen und Schülern über den Einsatz von Kindersoldaten zu sprechen.

Warum Kinder zu Kampfhandlungen gezwungen werden, hat viele Gründe. Zum einen sind sie leichter zu manipulieren als Erwachsene, zum anderen erhalten sie keinen oder nur wenig Sold und sind damit „billiger“ als erwachsene Soldaten. Zur Armee zu gehen, oder sich einer bewaffneten Gruppe anzuschließen, scheint vielen Kindern und Jugendlichen in Krisengebieten oft als einziger Ausweg, um zu überleben. Neben den physischen Folgen haben die überlebenden Kindersoldaten auch mit psychischen Folgen zu kämpfen. Sie werden sowohl als Opfer, als auch als Zeugen und Täter gleich dreifach traumatisiert. Eine professionelle psychologische Betreuung kann in der Regel nicht geleistet werden, die Heranwachsenden werden in der Regel mit ihren schlimmen Erfahrungen alleingelassen.

Die Schülerinnen und Schüler überlegten gemeinsam mit ihrem Gast aus dem Bundestag, was man gegen den Einsatz von Kindersoldaten tun kann. Neben Handelsembargos wurden auch Waffenexportverbote diskutiert. Dass auch der eigene Konsum indirekt den Einsatz von Kindersoldaten befördern kann, machte Kerstin Andreae deutlich. So werden gerade in Afrika viele seltene Erden abgebaut, die für die Herstellung von Smartphones benötigt werden. Die reichen Bodenschätze sind für viele der bewaffneten Konflikte verantwortlich, die meist nicht zwischen Staaten, sondern zwischen bewaffneten Milizen ausgetragen werden.

Im Anschluss an die Schulstunde wurden im Rahmen einer kleinen Feier in der Pausenhalle die Handabdrücke an Kerstin Andreae übergeben. Eingerahmt wurde die Übergabe von einem Auftritt des Unterstufenchors und einer Begrüßung durch Alexander Hochsprung, den Schulleiter des Gymnasiums. Dieser verwies vor vielen verkleideten Schülerinnen und Schüler am „Schmutzige Dunschdig“ darauf, dass sorglos feiern zu können und sich zu verkleiden ein Privileg ist, von dem viele Kinder und Jugendliche nur träumen können.

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