Montessori Zentrum ANGELL

Seminarkurs "Mit dem MTB durch die Alpen"

Vier Tage lang kurbelten zehn Schüler aus der K1 des Montessori Zentrum ANGELL mit Sportlehrerin Stephanie Heiduk und Schulleiter Alexander Hochsprung auf Mountainbikes quer durch die Schweizer Alpen.

Die MTB-Tour fand zum Abschluss des Seminarkurses „Mit dem MTB über die Alpen“ statt, in dem die Schüler die Tour vorbereitet hatten. Dabei gab es nicht nur viel zu sehen, es wurde auch richtig anstrengend. Bei subtropischen Temperaturen, die auch in den Höhenlagen kaum nachließen, floss der Schweiß in Strömen. Anstrengende Steigungen und knifflige Schiebepassagen mussten mit Gepäck überwunden werden. Dazu kamen logistische Herausforderungen z.B. bei der Proviantbeschaffung, der ein oder andere Plattfuß und kleinere Reparaturen, die unterwegs bewältigt werden mussten.

Bei der frühen Anreise mit der Bahn nach Chur – der Zug fuhr schon um 5:30 Uhr in Freiburg los – wurde klar, dass Züge nicht auf solch große Truppen ausgelegt sind, dementsprechend schwierig war es, alle Fahrräder zu verstauen und das ganze mehrfach, denn es gab keine durchgehende Verbindung.

190628 SeilbahnverladAngesichts der gewöhnungsbedürftigen Hitze waren die ersten Meter besonders anstrengend, zum Glück ging es in Chur dann erst einmal per Seilbahn in die Höhe. Über anspruchsvolle, teilweise verblockte Trails und einige Anstiege ging es - unterbrochen von einer erfrischenden Pause am Heidsee - nach Süden bis Thusis am Hinterrhein, dem ersten Etappenziel. Beim geselligen Abendessen in einer örtlichen Pizzeria drehte sich alles um die Erfahrungen des ersten Tages, aber auch um die Herausforderungen des Nächsten, mit doppelt so vielen Höhenmetern ein echter „Brocken“.

Von Thusis aus fuhr die Gruppe zuerst den Bischolapass, der mit 1.999 m denkbar knapp an der 2.000er Marke kratzte ins Safiental. Auch an diesem Tag war es sehr heiß und so kämpfte sich die Gruppe durch schwierige Passagen von Brunnen zu Brunnen, wurde dafür aber mit schönen und anspruchsvollen Singletrails und tollen Ausblicken belohnt. Kleinere Stürze verliefen zum Glück glimpflich und alle erreichten wohlbehalten das Etappenziel „Turrahaus“, wo ein eiskalter Bach für Abkühlung sorgte und die Lasagne nach dem anstrengenden Tag natürlich umso besser schmeckte.

Am nächsten Tag führte die Strecke über den Tomülpass mit 2412 m zunächst ins Valstal. Dabei waren nach steilem Anstieg mehrere Schneefelder zu überqueren. Die Abfahrt war gut zu fahren, obwohl der Weg stellenweise wegen des Schmelzwassers eher einem Bachlauf ähnelte. Durch das Valstal ging es ins Rheintal, wo die Gruppe in Ilanz die Bahn Richtung Oberalppass bestieg. Im Zug kam dann die Nachricht, dass wegen einer Baustelle die Strecke unterbrochen sei und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet sei, der allerdings keine Fahrräder mitnähme.

Lehrerin Stephanie Heiduk gelang es dann allerdings, den Busfahrer zu überzeugen, wenigstens vier demontierte Räder mitzunehmen. Vier weitere Fahrer warteten dann eine Stunde auf den nächsten Bus, drei Fahrer, darunter Schulleiter Alexander Hochsprung, nahmen die letzten 600 Höhenmeter zur Passhöhe mit dem Rad in Angriff. Gegen 19 Uhr waren dann endlich alle im Quartier und freuten sich auf Dusche und Abendessen.

190628 MTB TrailAm vierten und letzten Tag stand zunächst der Anstieg zur auf 2310 m gelegenen Maighelshütte an. Die großen Schneemengen, die den Almbetrieb und die Bewirtschaftung vieler Hütten um zwei Wochen verschoben hatten, sorgten allerdings dafür, dass der Pass nicht passierbar war und die Gruppe umdrehen musste. Über einen kleinen Wanderweg ging es daher wieder hinunter zum Oberalppass und dann über die Passstraße ins Reusstal nach Göschenen. Von dort ging es per Bahn zurück nach Freiburg. Beim mehrfach notwendigen Umsteigen mussten die Räder untergebracht werden, die teilweise dazu zerlegt werden mussten. Um 19 Uhr kamen wir müde aber glücklich in Freiburg an.

Für alle Teilnehmer war die Tour eine neue und besondere Erfahrung. Es war anstrengend, unerwartete Probleme mussten gelöst werden, ein Reifen geflickt werden, drei Paar Bremsbeläge wurden gewechselt und eine verbogene Kette musste gekürzt werden. Doch die herrliche Landschaft, die vielen kleinen Erfolgserlebnisse und das Gefühl, es geschafft zu haben, machten die Anstrengungen schnell vergessen.

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