Wieviel sich seit den 1960er Jahren im Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich verändert hat, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9a und 10a.
Am ersten Schultag nach den Osterferien besuchten Frau Dr. Sybille Kirchner und Madame Colette Tardiveau den Französisch- und Geschichtsunterricht der Klassen 10a und 9a. 1963, im selben Jahr, in dem Konrad Adenauer und Charles de Gaulle durch den Elyséevertrag offiziell die deutsch-französischen Beziehungen wieder aufnahmen, lernten die beiden sich durch einen Schüleraustausch kennen und pflegen bis heute eine enge Freundschaft. Der Besuch bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit einerseits ihre Französischkenntnisse unter Beweis zu stellen und andererseits aus erster Hand zu erfahren, wie es war, so kurz nach dem Krieg als Jugendliche ins Nachbarland zu reisen, welche Vorbehalte es zu überwinden galt und wie es trotzdem gelingen konnte, Gemeinsamkeiten zu entdecken und Freundschaft zu schließen.„Colette hat mich gleich mit auf ihr Zimmer genommen und mir ihre neusten Schallplatten vorgespielt. Ich habe mich sofort wohlgefühlt.“, erinnert sich Frau Kirchner an ihren ersten Tag in der französischen Gastfamilie. Darüber hinaus wurde mit so manchem Klischee aufgeräumt.