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(C) Anka Steger, LpB

Wanda  Böhringer aus der Politik-AG und Mitglied der Redaktion des "ANGELL-Hakens" war bei einem Vortrag von Dr. Martin Große Hüttmann an der Uni-Freiburg. Hier ist ihr Bericht.

 

Im Rahmen ihrer Reihe „Europa-Quo vadis?“ lud die Landeszentrale für politische Bildung den Tübinger Europa-Experten Dr. Martin Große Hüttmann kürzlich zu einem Vortrag an die Freiburger Uni ein. Auch unsere Politik-AG konnte wieder teilnehmen. Kurz vor der Europawahl ist es natürlich sehr relevant, etwas über die aktuelle EU-Politik zu erfahren. Deshalb habe ich gerne teilgenommen.

Dr. Große Hüttmann referierte über politische Prozesse in der EU und ging besonders auf die Bestimmung des Spitzenkandidaten für das wichtige Amt des Präsidenten/der Präsidentin der EU-Kommission ein. Er verglich die Erfahrungen mit diesem Verfahren 2014, 2019 und 2024 und untersuchte vor allem die Wahl von Ursula von der Leyen (EVP) als Überraschungssiegerin 2019. Außerdem informierte Dr. Große Hüttmann über die Bedeutung der Europäischen Union und wichtige Grundsätze des EU-Mehrebensystems. Dabei erklärte er die vielen konkurrierenden Institutionen, Interessen und Ideen, welche die EU ausmachen.

Besonders interessant fand ich die Frage, wie sich die EU demokratisieren ließe. Der Spitzenkandidaten-Prozess könnte dafür besonders wichtig sein. Herr Große Hüttmann machte allerdings auf die fehlende Aufmerksamkeit für den Spitzenkandidaten-Prozess außerhalb Deutschlands aufmerksam und zeigte sich besorgt über europafeindliche Entwicklungen in vielen Ländern.

Abschließend wurde mit den Zuhörer*innen über die Zukunft Europas diskutiert, einerseits für die Monate nach der kommenden Wahl, andererseits mit Blick auf die fernere Zukunft. Hier prognostizierte Dr. Große Hüttmann einen starken Zuwachs an weiteren Staaten, welche sich der Europäischen Union anschließen werden. Diese Entwicklung wird seiner Meinung nach zukünftig jedoch neue demokratische Prozesse erfordern, unter anderem bezogen auf das Einstimmigkeitsprinzip, welches noch bei einigen Entscheidungen innerhalb der EU gilt.

Der Vortrag war sehr interessant und hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, die EU zu demokratisieren und zu sichern. Auch für den Gemeinschaftskunde-Unterricht hat er einige relevante Aspekte beleuchtet, insbesondere zu den Rollen und Aufgaben der EU Institutionen.

Besonders interessant war es zu erfahren, dass politische Prozesse und Verfahren teilweise unabhängig von klar festgelegten Regeln stattfinden. Das zeigt, dass man viele politische Ereignisse nur dann wirklich gut verstehen kann, wenn man auch von den Hintergrund-Geschichten erfährt. Insofern war der Vortrag von Herrn Große Hüttmann absolut lohnenswert.

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