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Einen Besuchstermin im Landtag zu bekommen, ist gar nicht so einfach. Aber nach zwei gescheiterten Versuchen klappte es am 15. Juli endlich: 24 interessierte Schülerinnen und Schüler von Klasse 9 bis K2 fuhren in Begleitung von Herrn Dr. Walter und Frau Scheidecker nach Stuttgart und hatten Gelegenheit, das Landesparlament kennenzulernen.

Wir wurden vom Besucherdienst freundlich empfangen und durch eine Sicherheitsschleuse in das Gebäude geführt. Unser Ansprechpartner stellte uns das eindrucksvolle Gebäude vor, welches von Kunstwerken geprägt ist, die unsere Demokratie widerspiegeln. Dazu gehört beispielsweise der „Volksvertreter“, eine überdimensionale Schachfigur eines Bauern.
Anschließend erreichten wir das Herzstück des Landtags: den Plenarsaal. Da dieser gerade frei war, durften wir auf den Plätzen der Abgeordneten sitzen. Während der sogenannten Plenarsitzungen finden die insgesamt 154 Abgeordnete hier fraktionsweise Platz. Dabei besteht die Ordnung der einzelnen Fraktionen nicht, wie es beim Bundestag bekannt ist, vom politischen links zum politischen rechts, sondern wurde von den regierenden Parteien CDU und Grüne entschieden. Von den drei Gewalten finden sich hier die Exekutive, angeführt vom Ministerpräsidenten, und vor allem die Legislative. Die Wahl des Ministerpräsidenten durften die Schüler vereinfacht simulieren. Zunächst wählten sie eine Präsidentin und zwei Schriftführer*‘innen aus jeweils der Regierung und der Opposition. Dieser Ausgleich zwischen Opposition und Regierung ist der Grundstein einer parlamentarischen Demokratie. Anschließend stellte jede Fraktion einen Kandidaten auf und es wurde per Handzeichen gewählt. In der Realität wäre diese Wahl anonym abgelaufen, um Konflikte zwischen Abgeordneten zu vermeiden. Natürlich war es für die Gewählten ein Highlight, an den Pulten der echten Spitzenpolitiker*innen wie Winfried Kretschmann oder Muhterem Aras sitzen zu dürfen.
Während des ganzen Programms durften wir reichlich Fragen stellen, die allesamt ausführlich beantwortet wurden.
Noch mehr Fragen durften wir danach den zwei Abgeordneten unseres Heimatwahlkreises Freiburg äußern. Nadyne Saint-Cast von den Grünen und Gabi Rolland von der SPD, die beide schon mehrfach in der Politikstunde zu Besuch waren, berichteten ausführlich von ihrer Arbeit als Abgeordnete und den zusätzlichen ehrenamtlichen Tätigkeiten, denen sie nachgehen. Des Weiteren war bei der überwiegend weiblichen Gruppenbesatzung auch der Feminismus ein gefragtes Thema und beide Abgeordnete schilderten ihre zahlreichen Erfahrungen als Frau in der Politik und gaben zudem Impulse an die Schülerinnen sich selber mehr in der Politik zu trauen und zu äußern.
Mit dieser Fragerunde als Abschluss kehrten wir wieder Richtung Freiburg zurück und erreichten es endlich mit diesmal nur einer Stunde Verspätung um 18 Uhr wieder.
Der Besuch führte klar vor Augen, welche unterschätzte Bedeutung die Landesebene in Deutschland hat und bot viele spannende Einblicke in den Arbeitsalltag der Abgeordneten. Deren Impulse und persönlichen Erfahrungen inspirierten, noch weiter in die Politik einzutauchen. Nächstes Jahr ist Landtagswahl.

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