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Besuch in Kaiseraugst

Vorgeschmack auf Rom

Die Lateiner*innen aus den 9. Klassen besuchten gemeinsam mit Lehrerin Ursula Hiß und Praktikant Sebastian Pott Anfang Oktober Augusta Raurica.

Nach dem Motto „Besser spät als nie“ fand für 21 Lateinschüler*innen die längst überfällige Exkursion ins nahe Basel gelegene Kaiseraugst (lateinisch Augusta Raurica) statt. Corona hatte auch dieser Unternehmung, die normalerweise im Rahmen des Geschichtsunterrichts in Klasse 7 stattfindet, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber bevor es nächstes Jahr im Mai in die „Mutter aller Römerstädte“ gehen soll, konnten sich die Schüler*innen jetzt ein Bild vom Leben in einer römischen Provinzstadt quasi vor unserer Haustür machen. Vor Ort hielten die Schüler*innen an einzelnen Stationen kleine Referate, die sie zuvor im Lateinunterricht vorbereitet hatten.

Bereits 44 v.Chr. wurde der Ort unter Caesar als Colonia Raurica gegründet. Die keltischen Rauriker, die der Kolonie ihren Namen gaben, waren schon lange vor Ankunft der Römer in dieser Gegend um das heutige Basel herum ansässig. Systematisch ausgebaut wurde die neue Stadt dann seit der Zeitenwende, als der römische Kaiser Augustus die Sicherung und Befestigung der neu eroberten keltischen und germanischen Gebiete vorantrieb. Von ihm erhielt sie dann auch den Namensteil “Augusta”, was die “Erhabene” bedeutet. In ihrer Blütezeit hatte sie bis zu 15.000 Einwohner*innen und stellte ein starkes Wirtschaftszentrum in der Region dar.

Besonders eindrucksvoll ist auch heute noch das Szenische Theater im ehemaligen Stadtzentrum - die besterhaltene antike Anlage ihrer Art nördlich der Alpen - das Platz für ca. 10.000 Zuschauer bot. Es dient auch heute noch als Kulisse für zahlreiche Veranstaltungen. Auf dem Gelände gibt es daneben auch einen Tempel, eine Taberna mit Original-Brotbackofen, das Forum, einen Badeanlage, ein Amphitheater und einiges mehr für die Schüler*innen zu entdecken.

Ein besonderes Highlight war der Besuch eines Römerhauses, das einer Stadtvilla in Pompeji nachempfunden ist, mit Innenhof Säulenhallen, Bankettsaal, Privatbad sowie Schlaf- und Arbeitszimmern und einer gut ausgestatteten Küche.

Und bei herrlich warmem Herbstwetter war das eine gelungene kleine Zeitreise in die römische Vergangenheit.

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