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Am 14. Januar 2026 berichteten Aolin (10), Cholena (K1) und Maryna (11) in der "Politikstunde" von ihrer neuntägigen Studienreise durch Polen und Tschechien.

Gemeinsam mit acht weiteren Schüler*innen aus den Jahrgangsstufen 9 bis K2 sowie den Lehrkräften Nina Geiger und Dr. Michael Walter hatten sie in den Herbstferien eine intensive Reise durch die Geschichte und Gegenwart Mitteleuropas unternommen.

Von Breslau bis Pilsen: Eine Reise voller Begegnungen

Die Route führte die Gruppe zunächst nach Breslau, wo eine achtstündige Stadtführung auf dem Programm stand. Besonders beeindruckte die Schüler*innen die Suche nach den über die Stadt verteilten Zwergen – kleine Bronzefiguren, die mit einer App wie bei einer Schatzsuche gefunden werden können und an die Oppositionsbewegung erinnern.

In Krakau besichtigte die Gruppe die 1000 Jahre alte Wawel-Burg und die Marienkirche, bevor der emotionale Höhe- und Tiefpunkt der Reise folgte: der Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz. Im größten Konzentrationslager konfrontierte eine Ausstellung von Alltagsgegenständen die Teilnehmenden mit der Realität der Opfer. Insgesamt  wurden dort 1,1 Millionen Menschen ermordet – eine Dimension, die die Gruppe tief bewegte.

In Prag führte eine Stadtführerin die Gruppe nicht nur zu den bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern auch abseits der Touristenpfade. Dabei kam es zu einem intensiven Austausch über die aktuelle politische Situation in Tschechien. Kontakte zur Katholischen Studentengemeinde, zur Ackermanngemeinde und zur Hanns-Seidel-Stiftung ermöglichten vertiefte Einblicke. Bei einer selbst organisierten Stadtführung erkundete die Gruppe die Prager Burg und weitere Höhepunkte der Stadt.

Den Abschluss bildete Pilsen, wo die Schüler*innen im Deutschunterricht einer tschechischen Schule zu Gast waren und gemeinsam die Geschichte der Stadt erkundeten.

Low-Budget-Reise mit großem Erfahrungsschatz

Die neuntägige Reise wurde mit einem minimalen Budget bestritten – zweimal gings in ein Restaurant ansonsten war Selbstversorgung angesagt. Möglich wurde dies durch die Nutzung von FlixBus und Bahn sowie Übernachtungen in Hostels. Eine Nacht verbrachte die Gruppe sogar auf dem Boden einer Fabrik – auch das gehörte zur Erfahrung, aus der eigenen Komfortzone herauszutreten.

Warum Ferien mit Lehrkräften verbringen?

Diese Frage beantworteten die drei Referentinnen in ihrem Vortrag selbst: Die Studienreise eröffnete durch die Kontakte und das Netzwerk der Lehrkräfte Zugänge, die auf eigene Faust kaum möglich gewesen wären. Besonders beeindruckend waren spontane Begegnungen mit Zeitzeug*innen, darunter ein sehr offener 92-jähriger Mann, der ausführlich von der Bombardierung seiner Stadt berichtete.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war das Kennenlernen von Schüler*innen aus anderen Jahrgangsstufen. Die Gruppe aus zehn Teilnehmenden wuchs während der neun Tage zusammen und sammelte gemeinsam unvergessliche Eindrücke.

Inhaltlich habe die Gruppe enorm viel mitgenommen, betonten die Schülerinnen. Die vielen persönlichen Kontakte und eindrücklichen Erfahrungen hätten die Reise zu etwas Besonderem gemacht. Auch für die begleitenden Lehrkräfte sei jede Studienreise anders, da sich jede Gruppe unterschiedlich vorbereite und eigene Schwerpunkte setze.

Das neue Format der Studienreise könnte aufgrund der positiven Erfahrungen wiederholt werden – eine Bereicherung für alle, die bereit sind, ihre Ferien für intensive historische und politische Bildung zu nutzen.

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